Der Sternbald Verlag hat inzwischen eine längere Geschichte. Er wurde zunächst als Kleinverlag gegründet. In den jeweiligen Sitzorten Schwalmstadt-Treysa, Gießen, Marburg und seit 2015 Burgwald-Ernsthausen artikulieren sich verschiedene Abschnitte.

Verleger Hartwig Bambey gründete den Verlag 1983 nach seinem Studium der Padägogik und Soziologie an der Philipps-Universiät Marburg, kurz nach der Gründung des Buchladen am Hexenturm in 1981 in seinem Geburtsort Treysa, heute Schwalmstadt. Damit war der langjährige Verlagsname „edition hexenturm“ naheliegend und gesetzt.

Ein Reprint der ersten Monografie über die Kulturlandschaft Schwalm von Reinhold Schrödter wurde zusammen mit dem Bildband „Die Schwalm – Menschen in Bildern“ die Erstproduktion von Büchern. Sie wurden in der eigenen Buchhandlung in der Wagnergasse am Fuß der Altstadt vn Treysa bestens verkauft. Zugleich wurden die damals noch relativ zahlreichen anderen, kleineren oder größeren Buchandlungen in der Stadt und der Region zwischen Kassel und Marburg Vertriebspartner und sind es – soweit noch existierend – noch heute.

In den späten 90iger Jahren wurde aus verschiedenen Gründen eine Veränderung des Verlagsnames ratsam. Die Romanfigur Franz Sternbald aus Ludwig Tiecks „Franz Sternbalds Wanderungen“ ist schließlich Namenspate geworden. In diesem – literaturgeschichtlich betrachtet – ersten deutschen Künstler-Roman artikulieren sich Themen und Narrative, die interessant erschienen und zunächst nur Pate standen für das nunmehr als „Sternbald Verlag“ firmierende Gesamtunternehmen.

Inzwischen gibt es längst „Sternbald Intermedia“ als informelles Label und Brücke in das hereingebrochene und wild wuchernde Digitalzeitalter, zu begreifen als Epoche, die an das Gutenbergzeitalter anschließt und viele technologische und wirtschaftliche – inzwischen längst gesamt-gesellschaftliche und identitätsbezogene – Folgewirkungen in Sicht trägt.

Zu Sternbald Intermedia gehören verschiedenen Webseiten, angeführt von dem Online-Magazin das Marburger., gegründet in 2010 in Marburg. Als neues bildschirmgestütztes Format ist der „Bilder-Kiosk“ entwickelt worden, primär ausgelegt für Großbidlschirme im öffentlichen Raum. Mehrere Jahre infomierte ein Bilder-Kiosk an der Fassade des Marburger Kunstvereins übeer die jeweiligen laufenden Kunstausstellungen in Marburg.

Im documenta-Jahr 2017 wurden dann drei Kassel-Bücher in Gestalt von Reiseführern mit vorweggehendem großem Aufwand für Recherchen, fotografische Portraits der Stadt und ihrer Kulturangebote, Museen, Parks etc.  pünktlich zur 14. documenta herausgebracht. Dies war ein Wendepunkt. Inzwischen wohnt und lebt der Verleger in Kassel. 2019 wurde die Fotoausstellung „Georg Friedrich Leonhardt Photographien 1890 Cassel  1913“ in Kassel mit großer Resonanz gezeigt. Der Sternbald Verlag hat dazu den Bildband „Cassel als junge Großstadt“ herausgebracht.