Paul Heidelbach Im Schatten des Herkules – Geschichtslyrik aus Kassel

25. Februar 2022 | Die Arbeiten zur Herausgabe von Paul Heidelbachs Gedichten sind auf der Zielgeraden. Vor Ostern soll der Band mit 96 Seiten Umfang im Format DIN A5 ausgeliefert werden. Der Untertitel „Geschichtslyrik aus Kassel“ gibt weitgehende Hinweise. Wenngleich Heidelbach als Schriftsteller und Kulturhistoriker das Schreiben sehr weitgehend und meisterlich in der Prosa verwirklicht hat, gibt es neben seinen Erzählungen, Anekdoten und Gedichten in Kasseler Mundart, Gedichte, die sprachlich-idiomatisch von allen Leser/innen verstand werden können. Oft findet sich darin eine gehörige Portion Lokalkolorit, getragen von feinsinnigem Humor. Vielfach sind es geselllschaftliche und politische Verhältnisse und Ereignisse, die Heidelbach in lyrischer Form gefasst und mitunter aufgespießt hat. Besonderes Merkmal des Bandes ist die Illustration mit zahlreichen Fotografien von Georg Friedrich Leonhardt (1850 – 1929), dem Schwiegervater des Schriftstelllers. Damit entsteht ein zweiläufiges Panorama der jungen Großstadt Kassel bis zur Tausendjahrfeier in 1913.

Hans D. Baumann

Hans D. Baumann ist promovierter Kunstwissenschaftler. Er wurde in Kassel geboren und lebt in einem Kasseler Vorort. Seine Schwerpunkte sind Philosophie und Wahrnehmung von Bildern sowie digitale Bildmontagen; über diese schreibt er – praktisch und theoretisch – in der von ihm herausgegebenen Fachzeitschrift für Bildbearbeitung DOCMA. Zum Thema „Herkules“ kam der Verfasser von rund 40 Büchern auf dem Umweg über Recherchen zu einem Roman, an dem er seit 1991 arbeitet. Herkules wird darin eine wichtige Rolle spielen: Die mythologische Gestalt des Helden, vor allem sein legendäres Abenteuer in Rom, und ebenso seine Statue auf dem Kasseler Oktogon, deren Vorbild Landgraf Carl 1700 in Rom kennenlernte. Die Zusammenstellung der im Buch präsentierten Grafiken ist im Laufe der Suche nach passenden Illustrationen zu diesem Roman entstanden.

Hans-Joachim Bauer

Hans-Joachim Bauer lebt im nordhessischen Homberg/Efze, wo er 1942 geboren wurde. In seinem „Atelier am Tanzplatz“ entwickelt er seine Landart-Projekte, die er in Nordhessen und verschiedenen Ländern und Kontinenten verwirklicht hat. Projektbezeichnungen „GENESIS“, „TITANIC EIN MYTHOS TAUCHT AUF“, „LA CONFERENCIA DE CLIMA“, „HIRNWEIDE“ oder „HASENJAGD“ verweisen auf den Umfang seiner künstlerischen Arbeit. www.bauer-landart.de
Seit einigen Jahren gilt sein besonderes Interesse dem Erforschen heutiger Möglichkeiten zum Erreichen des Menschheitstraumes einer Unsterblichkeit. Sein neues Buch „Großvater will ewig leben“ ist gleichermaßen ein biografisches Werk wie erforschendes Sachbuch mit weitgehender Durchdringung, geschrieben als Lesebuch nicht alleine für reife Zeitgenossen.

Paul Heidelbach

Paul Heidelbach * 28. Februar 1870 in Düsseldorf, † 13. Februar 1954 in Grifte bei Kassel, Kulturhistoriker und Schriftsteller in Kassel, Mundartdichter, Publizist, ab 1905 Leiter des Kasseler Stadtarchivs, ab 1920 Bibliothekar an der Murhard‘schen Bibliothek.
Paul Heidelbach ist Sohn eines Düsseldorfer Kunstmalers und wuchs nach desm Tod ses Vaters bei einer Tante in Kassel auf. Nach Abitur am Friedrichsgymnasiums Studium Philosophie, Geschichte und Germanistik in Berlin und Marburg. Er wollte freier Schriftsteller werden und ließ sich  in Kassel nieder. Sehr viele Veröffentlichungen in Zeitschriften und Zeitungen bis zu seinem Tod. Im Jahr 1900 erste Buchpublikation:  „Was mä so hin un widder bassierd äs“  in Kasseler Mundart, womit er unter dem Pseudonym Karle Klambert bekannt wurde. 1906 bis 1929 Schriftleiter des Hessenlandes, Zeitschrift für hessische Geschichte und Kultur. 1908 bis 1921 Autor der populären Sonntagsbetrachtungen in der Kasseler Post. 1920 publizierte er er ein Geshichte der Stadt Kassel in der Schriftenreihe Stätten der Kultur. Im selben Jahre wurde er vom Oberbürgermeister der Stadt Kassel als Bibliothekar an die Murhardbibliothek berufen, er war zugleich auch Leiter des Stadtarchivs. 1935 trat er in den Ruhestand.
Bis kurz kurz vor seinem Tod arbeitete er an einem Band über Kasseler Originale, an der Neuherausgabe seines umfangreichen Werkes ‚Geschichte der Wilhelmshöhe‘ sowie an der Neuherausgabe seines Werkes ‚Kassel‘.